SCALEAUTO-Cup 2018

Am 06.01.2018 veranstallten wir die Neuauflage zum Vilsbiburger SCALEAUTO-Cup an Heilige Drei Könige. Zuvor gab es drei offizielle Trainingsabende, um auch Gastfahrern die Möglichkeit zu bieten die Strecke ausgiebig zu üben und so eine hohe Chancengleichheit herzustellen.

Pünktlich um 09:30 Uhr öffnete die ASG die Pforten. Von den ursprünglich neun gemeldeten Startern vielen zwei kurzfristig aus. So gingen sieben Fahrer an den Start, um den neuen Vilsbiburger Stadtmeister zu krönen.

Hier der zeitliche Ablaufplan:

09:30 Uhr Bahnöffnung

10:00 Uhr Zeitraining

11:00 Uhr Fahrzeugabnahme und "Parc Fermer"

12:00 Uhr Qualifying

12:15 Uhr Start Rennen I (Fahrzeit 10 Min. je Spur)

14:00 Uhr (Mittags-)Pause

14:30 Uhr Start Rennen II (Fahrzeit 8 Min. je Spur)

17:00 Uhr Siegerehrung

Gastfahrer Kai beim letzten Feintuning.
Vorbereitungen auf das grosse Rennen.

Ausgerechnet der einzige Gastfahrer Kai, hatte keine Zeit an den Trainingszeiten teilzunehmen. So musste er das finale Training von 10:00 bis 11:00 Uhr am Renntag nutzen, um Fahrer und Fahrzeug konkurenzfähig zu bekommen - nicht gerade viel Zeit!

 

Jeder Fahrer hatte sein eigenes "Fahrerlager". Hierin bastelte jeder Fahrer bis zur letzten Minute an seinem Fahrzeug, um noch ein paar 100stel Sekunden heraus zu kitzeln.

Die Fahrzeugabnahme:

Ab 11:00 Uhr begannen Simon und André mit der Abnahme der Fahrzeuge. Es gab keinerlei Regelverstösse.

Bereits in den Meisterschaftsläufen und auch in den offiziellen Trainings zeichnete sich ab, dass die Dodge Viper DAS Auto in diesem Reglement ist. So starteten alle ASGler mit dem favorisierten Objekt. Einzig Gastfahrer Kai setzte auf seinen Porsche RSR GT3.

Ein Porsche RSR GT3 in Mitten von sechs giftigen Vipern
Dokumentation der Fahrzeugabnahme

Simon baute speziell für dieses Event ein neues Fahrzeug auf. Wie man in der Dokumentation zur Fahrzeugabnahme insbesondere am Fahrzeuggewicht erkennen kann, ging er bis ans Limit ;-)

Parc Fermer:

Nach der Fahrzeugabnahme wurden die Fahrzeuge im Parc Fermer abgestellt. Nun hies es "Finger weg"!

 

Die Fahrzeuge durften nun nicht mehr behandelt werden.

Das Qualifying:

Nach einer kleinen Pause, die zur leiblichen Stärkung mit Kaffee und Kuchen genutzt werden konnte, ging es direkt zum Qualifying.

Das Qualifying wurde auf Spur zwei (gelb) ausgetragen. Jeder Fahrer hatte drei Runden Zeit, um das Schnellstmögliche von sich und seinem Fahrzeug zu zeigen.

 

In der folgenden Reihenfolge wurde gestartet:

Das Ergebnis des Qualifying viel sehr überraschend aus, denn nach den Ergenissen der Meisterschaftsläufe und der Rundenzeiten des freien Trainnings rechneten alle mit einem klaren Durchmarsch von Simon.

 

Das Qualifying zeigte hingegen ein sehr ausgeglichenes Starterfeld:

 

Woody (Uwe), Simon und Sammy (André) liegen innerhalb von 5/100stel Sekunden auf eine Runde.

Das Verfolgerfeld von Markus, Jörg, Thomas und Kai liegt ebenfalls sehr dicht beieinander. Lediglich 2/10tel Sekunden trennen den 7. vom 4. Platz.

 

Start frei zum ersten Durchgang:

Aus dem Ergebnis des Qualifying ergab sich die Startaufstellung zum ersten Lauf des ersten Durchganges. Durch die zwei Absagen entviel die Gruppenaufteilung. Es wurde in einer Gruppe Gestartet und je Spur 10 Minuten gefahren. Auf Grund der Spurwechsel mussten die Plätze 4 bis 7 40 Minuten durchfahren.

Von Rechts nach Links: Woody, Simon, Sammy und Markus
Startaufstellung zum ersten Lauf

Das Ergebnis des Qualifying stimmte Woody sehr zuversichtlich Simon die Stirn bieten zu können. Auch Sammy rechnete sich deutliche Chancen auf den Sieg aus.

Das Rennen startete mit dem erwarteten Dreikampf. Doch Simon war allen Zweifeln erhaben und fuhr fehlerfrei durch. André fuhr deutlich langsamer, aber hielt Anschluss durch einen ebenfalls fehlerfreien Lauf. Zu dem erwarteten Verfolgerduell zwischen Jörg und Markus gesellte sich überraschend Woody, der ein sehr unkonzentriertes Rennen ablieferte und zwischenzeitlich auf Rang fünf zurückviel. Etwas abgeschlagen fuhr Gastfahrer Kai einsam seine Runden. Sichtlich entspannt zog er seine Runden. Er haderte sehr mit der Strohmzufuhr seines Porsches und viel auch dadurch weit zurück, da er seine Strohmabnehmer des öfteren überprüfte.

Thomas und Markus fuhren Ihr erstes "richtiges" Rennen. Jeweils mit unterschiedlichem Ergebnis:

Markus fuhr sehr konzentriert und war bemüht den Anschluss an Jörg zu halten. Thomas kämpfte mit seinen Nerven. Zwar gelangen Ihm immer wieder vereinzelt schnelle Runden, aber die fehlende Konstanz liess eine bessere Platzierung nicht zu. Dies war sicherlich auch dem geschuldet, dass er sein Fahrzeug nicht rechtzeitig fertig stellen konnte und sich stattdessen mit ausgefallenen Heizungen herumschlagen musste...

Als einziger Fahrer musste Jörg den Joker führ die Reparaturpause nutzen, da seine Viper ein Hinterrad verloren hatte. Er hatte dabei noch Glück über die gutmütige Haltung seiner Mitstreiter, denn eine gelockerte Schraube in der Karosserieaufnahme zwang Ihn bald darauf zu einer weiteren servicepause.

Nach den ersten vier Durchgängen wurde erneut eine kurze Pause zur Stärkung durchgeführt. Es gab leckeren Kartoffelsalat von Thomas und leckeren, warmen Linseneintopf von Jörg. Leider hatte Woody "übersehen", dass dieser Samstag ein Feiertag ist. So gab es nicht die versprochenen Würstel :-(

Ein Fehler, auf den Ihn seine Mitstreiter noch so manches Mal hingewiesen haben...

Zweiter Durchgang:

Die angekündigte Regruppierung entviel. Nach dem Ergebnis des ersten Rennens wurde nun das zweite Rennen gestartet. Simon startete dabei mit einem kompfortablen Vorsprung von 9 Runden auf Sammy. Jörg hatte nun Blut geleckt. Eine Runde Rückstand auf Sammy galt es nun wett zu machen. Für Woody (in der gleichen Runde mit Jörg) galt es nun Schadensbegrenzung zu betreiben und sich ggf. noch an Jörg vorbei zu schieben. Markus fuhr mit vier Runden Rückstand auf Woody und Jörg, aber mit 23 Runden Vorsprung vor Kai im gesicherten Mittelfeld. Könnte er sich durch eine konzentrierte und fehlerfreie zweite Fahrt noch auf Platz drei Schieben?

Von Links nach Rechts: Simon, Sammy, Jörg und Woody
Startaufstellung zum 1. Lauf des zweiten Durchgangs
Simon steigt im zweiten Durchgang auf Spur 4 (rot) mit einem abgekühlten Auto ein.
Volle Konzentration bei den Fahrern (Markus, Jörg, Thomas und Simon).

Mit 23 Runden Rückstand verlor Kai den Glauben an ein Stockerlplatz. Locker und gut gelaunt nahm er das zweite Rennen an und fuhr dabei entspannt neben Thomas. Für Thomas galt es hauptsächlich Rennpraxis zu sammeln.

Durch seinen deutlichen Vorsprung, konnte sich Simon frei entfallten. Sein Auto baute keinesfalls ab. Somit konzentrierte sich Simon fortan darauf seinen eigenen Streckenrekord zu brechen. Das Ziel lag bei 6,0s! Runde um Runde fuhr er 6,1s auf seiner roten Lieblingsspur. Doch bei erstaunlichen 6,101s blieb die Uhr stehen. Für künftige Rennen stellt sich nun die Frage was Simon mit frischen Schleifern fahren könnte...

 

Vom Start weg setze sich Sammy so sehr unter Druck, dass er sich nun erstaunlich viele Fehler erlaubte. Woody hingegen fuhr im zweiten Durchgang ohne einen einzigen verschuldeten Abflug. Somit kämpfte er sich überraschend auf Platz zwei vor. Auch Jörg wollte die Fehler von Sammy ausnutzen. Er fuhr wie der Teufel und hätte mit seinen Rundenzeiten durchaus auch noch Chancen auf den Sieg gehabt. Doch durch Rennpech wurde er in einen Unfall verwickelt, bei dem seine Viper sehr stark beschädigt wurde. Nach diesem Crash waren scheinbar auch seine Nerven sehr angeschlagen, so dass er sich nun um die verdienten Früchte brachte. Markus riss sich zusammen und fuhr sehr konzentriert. Am Ende konnte er bei deutlich langsameren Rundenzeiten im Vergleich zu Jörg den Abstand auf lediglich 14 Teilstriche begrenzen. Ein hervorragendes Ergebnis für das erste Rennen!

Ergebnisse:

Simon reichte es an diesem Tage nicht aus, den deutlichen Sieg der Stadtmeisterschaft einzufahren und seine Mitstreiter zu deklassieren.

 

 

Im zweiten Durchgang konzentrierte er sich darauf die Bestzeiten auf allen Spuren zu verbessern. Er fuhr im Rennen schneller, als alle Konkurrenten im Qualifying. Auf Spur 1 (rot) gelang Ihm mit der Fabelzeit von 6,101s für eine Runde der neue Streckenrekord auf der Vilsbiburger Bahn.

Das Ergebnis fällt eindeutig aus:

Simon hat in der Addition einen Vorsprung von 17 Runden auf Woody. Während die weiteren Plätze bis Markus auf Rang 5 innerhalb von "nur" 11 Runden dicht beieinander liegen.

Kai nahm sich das Motto "der Spass soll heute im Vordergrund stehen" sehr zu Herzen! Vollkommen befreit von jeglichem Erfolgsdruck lieferte er sich "sein eigenes Rennen" mit Thomas.

Die Ergebnisse des Qualifying und der beiden Einzelrennen sowie das Endergebnis in der Addition.
Die Ergebnisse des Qualifying und der beiden Einzelrennen sowie das Endergebnis in der Addition.