Gruppe 4 Teamrennen 2016 bei HotSlot Munich

Die "Gruppe 245-Süd" war am 12.11.2016 zu Gast bei den Jungs von HotSlot Munich und veranstalteten ein Teamrennen mit ehemaligen Gruppe 4 Rennwagen im Maßstab 1:24. Da diese Klasse in die Epoche unserer Youngtimer fällt, kam uns die Idee, an diesem einmaligen Event teilzunehmen. Simon, André und Uwe bildeten ein Team und meldeten sich ca. 6 Wochen vor dem Rennen an. Von nun an begannen die Vorbereitungen, denn schliesslich hatten wir noch kein passendes Fahrzeug und noch keinerlei Kenntnisse der Bahn.

Beim Stöbern in der Bastelkiste wurden die benötigten Teile für das Fahrwerk zusammen getragen ;-)
Momo SW2 mit Gewichtset für die Hinterachse.

Da Uwe vor vielen (ca. acht) Jahren an der Gruppe 245 teilnahm war ein passendes Chassis schnell gefunden. Das Momo SW2 wurde als würdig erachtet. Simon und Uwe bauten jeweils ein Chassis auf. Doch für die Gruppe 4 gab es noch keinen passenden Body und ein bestehender Youngtimer sollte auch nicht zerlegt werden. So wurde kurzerhand auf der Slotbörse in Garching nach passendem Material gesucht, wo man schliesslich mit einem Lamborghini Jota fündig wurde.

Um die fehlende Bahnkenntnis wett zu machen, wurden die Trainingszeiten von HotSlot genutzt. Simon und Uwe fuhren zum Clubabend und nahmen an einem Rennen der Porsche GT2 mit Moosgummi-Reifen teil. Von diesem Rennen versprachen wir uns einige Kenntnisse über Gripverhältnisse und Übersetzungen zu erlangen.

Pünktlich einen Tag vor dem Event war unser vermeintlicher Einsatzwagen fertig für den Roll-Out. André baute ein Alternativkonzept mit einem Schöler Chassis unter einem Kleid des Lamborghini Countach. Der Countach bot sehr viel Platz für breite Reifen. Nach unserem eigenen Clubabend am 11.11. fanden erste Trainings mit beiden Fahrzeugen statt. Der Jota war deutlich spritziger, aber der Countach um einiges gutmütiger. So fuhren wir am frühen Samstagmorgen nach nur 4 Std. Schlaf nach München, um pünktlich um 8:00 Uhr zum offiziellen Training auf der Wettkampfbahn zu starten und dort die finale Entscheidung für das Einsatzauto zu treffen. Im Training zeigte sich bald, dass wir im Vergleich zu den anderen Teams eher im hinteren Drittel des Feldes stehen - und die Wahl des Fahrzeugs war noch immer nicht getroffen.

Direkt vor der Fahrzeugabnahme "tagte der Kriegsrat" und wir entschieden uns für den agileren, aber instabileren Jota!

Bei der Fahrzeugabnahme zeigte sich ein breitgefächertes Starterfeld. Wir hatten die leichteste Karosse und das schwerste Chassis.

Vor dem Rennen noch optimistisch...
Von Links: André, Uwe und Simon

Das Qualifiing bestätigte, was sich im Training anbahnte: Dank des ungewöhnlichen Proceders, bei dem die gefahrene Distanz nach 90 Sekunden über den Startplatz entschied, reichte die langsamste Rundenzeit ohne Abflug noch zum siebten Startplatz.

Nun startete das Rennen und unser Team gab sich kampfbereit, denn schliesslich kann bei einem Langstreckenrennen einiges schief gehen...

...und tatsächlich ging einiges schief! Die hoch favorisierten Organisatoren hatten einen Bruch der Lötstelle von ihrem Motorkabel und verloren ca. 30 Runden. Den Rückstand auf die ASG konnten sie aber in einem einzigen Durchgang mehr als egalisieren. Unser Auto brach von Durchgang zu Durchgang immer weiter ein, doch auch die anderen Teams hatten hatten mit enormem Reifenverschleiss zu kämpfen. Der Rückstand auf die anderen Teams wurde von Durchgang zu Durchgang geringer und so hätten wir vermutlich mit den anderen Teams mithalten können, wenn wir noch zwei weitere Tage gefahren wären ;-)

Am Ende landeten wir auf dem letzten Platz mit einem Abstand von 21 Runden auf Platz sieben. Auch wenn es der letzte Platz war, so konnten wir dennoch erhobenen Hauptes die Rückreise antreten, denn dafür, dass wir keinerlei Erfahrungen mit diesem Klassement und vor allem mit den PU-Reifen hatten, war der Rückstand nicht all zu groß geworden!